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Zur Zeit sind keine Einträge vorhanden!| 32. WGT - Vom Anfang bis Ende gelungen |
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| Geschrieben von: Wolfgang Hesse | |||||||
| Mittwoch, den 25. Juni 2025 um 00:00 Uhr | |||||||
Das Wave-Gotik-Treffen vom 6. bis zum 9. Juni 2025 war erneut ein gelungenes Fest.
Wieder gab es viel Neues zu entdecken. Varieté, Schauspiel oder Schlossball wurden gern wahrgenommen. Die vielen Ausstellungen ergaben eine abwechslungsreiche Vielfalt. Lesungen fanden großen Zuspruch, insbesondere mit Christian von Aster, Luci van Org und Oswald Henke. Führungen auf dem Südfriedhof und dem alten Johannisfriedhof waren absolute Besuchermagneten. Auf den folgenden Seiten gibt es einige Höhepunkte des Treffens. Hier ist die Auswahl natürlich auch subjektiv. Sicher haben andere Besucherinnen und Besucher andere Höhepunkte in ihren Mittelpunkt gestellt. Leider haben einige Besucher berichtet, dass insbesondere in der Agra-Halle kaum ein Durchkommen zu dem „einzigen“ Ausgang möglich war. Teilweise weigerten sich die Leute beiseite zu treten. Sicher wäre eine weitere Möglichkeit, die Halle zu verlassen, wie in den Vorjahren, sinnvoll gewesen. Bei einigen Bands gab es einen Einlassstopp. Wie etwa bei Klangstabil. Herzlichen Dank an das WGT-Team für Akkreditierung und Fotopass. Festivaltag 1 – Freitag
Das 32. Wave-Gotik-Treffen hat am Freitag seine Toren geöffnet. Überall in der Stadt wurde es schwarz. In der Schwarzen Schille (Theaterhaus in der Otto-Schill-Straße) begann der Programmreigen mit Stimmgewalt, dem Hard-Chor aus Berlin. Programm Stimmgewalt (Schwarze Schille): 10th Man Down, This Time ist Personal, Love Makes Monsters, Paint It Black, Rivers, Krabat Währenddessen traf am sich auf der großen Wiese im Clara-Park zum Viktorianischen Picknick. Trotz angekündigten Regen füllten sich die Wiesen schnell und bald war alles voll mit experimentierfreudigen Gewandungen.
Erstmalig war das Parkschloss in Dölitz im Programm dabei. Zunächst gab es einen großen Empfang seiner königlich polnischen und kurfürstlich sächsischen Majestät Friedrich August des I., genannt der Starke am Lustschloss im Ostteil des Herfurthschen Parks. Fecht-Exerzitium, Fächerkurs, Anleitung der Tanzmeisterin und kurfürstlich sächsischer Hofball mit Barockmusik gehörten dazu.
Im Heidnischen Dorf gestalteten die Herren von Coppelius ihre Show, wie immer sehr beeindruckend.
Gaukelei, Nagelbrettkunst und Feuerdrachen waren an der Brunnenbühne zu erleben. Auch die Gäste hatten ihren Spaß beim Mitmachen.
Eine Überraschung lieferten NYTT LAND aus Russland, die eine beeindruckende Show mit außergewöhnlichen Gesang im Heidnisches Dorf und Wonnemond zum WGT auf die Heidenbühne brachten. Alpahville in der Agra Alphaville, die wahre Sythpop-Legende, zog tausende Gothics in die
agra-Halle. Ein Feuerwerk aus Hits war am Start, wobei natürlich Big in
Japan und Forever Young, die Klassiker, nicht fehlen durften. ![]()
Festivaltag 2 - SamstagWie jeden Tag haben sich am Agra-Messepark-Eingang wieder viele Fotografen versammelt, um ein paar tolle Schnappschüsse zu ergattern.
Ein Anziehungspunkt, wie jedem Jahr, sind die Vorträge von Dr. Mark Benecke in der Halle 4.2 auf der Agra. Auch in diesem Jahr war die Halle zu allen Vorträgen bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Thema "Serienmord und Kannibalismus" sieht Mark aus wissenschaftlicher und emotionaler Perspektive. Ein Muss für alle Fans seiner morbiden Vorträge! Wer das noch nicht erlebt hat, der hatte am Sonntag und am Montag noch einmal die Gelegenheit dazu.
Gestus (Gerd Lehmann), ein Fotograf der schwarzen Szene, stellte seine Meisterwerke als Hofgalerie aus. Hier konnte man sich noch einmal in die Anfänge des WGT und der Szene zurückversetzen und in Erinnerungen schwelgen. Diese kleine Galerie in der Bornaischen Straße 158 war über das WGT hinaus noch einige Tage geöffnet.
AUFFASSUNGEN MEINERSEITS Viele seiner Fotos haben über das WGT hinaus Berühmtheit erlangt. Sie sind ein Spiegel einer Subkultur, die mittlerweile auch Einzug in die öffentlichen Medien erlangt hat. MDR-Rundfunk und Fernsehen, sowie die Internetpräsenz des Senders für Thüringen, Sachsen du Sachsen-Anhalt stellte das WGT vor und während des Treffens in den Mittelpunkt vieler Berichte und Fotogalerien. Felsenkeller am Samstag Ein Abend des Gothic-Rock stand im Felsenkeller auf dem Programm. Ihr WGT-Debüt gaben Rabengott. Denise und Dennis und ihre Musik begeisterten viele und die Band freute sich über viele neue Kontakte. Auch etwas Kunstblut gehörte dazu. Auszüge Setliste: Kinder der Nacht, Sleepwalker, Rabengott, Hexentanz, …
Hier geht es zum Interview, als Ausschnitt aus der Sendung Die Welt der dunklen Musik von 13.5.2025 Interview (Link)
Viele kennen Marianne Iser, alias Schneewittchen und wollte sie jetzt als Schneewittchen im November (https://www.schneewittchen-im-november.de/) erleben. Mit ihrer Schwester Sabine am Cello und Holger Kniggendorf an der Elektronik, gab es Songs aus der Anfangszeit. Doch auch neue Impulse in Songs, Tanz und Instrumentation waren zu erleben. Elektronik und Cello sind eine Mischung, die sehr gut passt und gut klingt.
Auch Whisper in the Shadow aus Österreich brachten Dark Rock mit einem Schuss Postpunk auf die Bühne. Bei der Band um Frontmann Ashley Dayour galt wieder: Ruhig stehen geht gar nicht, denn der Rhythmus geht in die Beine.
Ihre erste Rockshow nach einer längeren Pause präsentierten Janus, eine bekannte deutsche Band um den Frontmann Dirk „Rig“ Riegert. Die Songs, mit teils kritischen deutschen Texten und vielen Aussagen, kann man in kein Genre stecken. Dazu sind sie zu vielseitig. Am Tag danach spielten Janus am Sonntag in der Peterskirche in der Besetzung als Akustik Quartett. Auszüge Setliste: Totes Land, Graue Seelen, Hotel Eden, Ich will seinen Kopf, …
Festivaltag 3 - SonntagAuch vom WGT-(Pfingst-)Sonntag gab es jede Menge sehens- und hörenswerte Veranstaltungen in der Treffen-Stadt. Krystallpalast Varieté Leipzig - ein ganz besonderes Erlebnis mit Otto Dix beim 32. WGT
Einige WGT-Gäste hatten die Chance beim Varieté Krystallpalast zum regulären Programm „Die Welt von Otto Dix – Varieté in Bildern“ dabei zu sein.
Auf der Moritzbastei ging der Wonnemond auf. Hier musizierten Spielleute, wurden allerlei mittelalterliche Spektakel aufgeführt und man fand alles, was das Mittelalterherz begehrt, Speis, Trank und Geschenke.
Einen Höhepunkt des diesjährigen WGT gab es in der Agra-Halle zu bestaunen. Ein exklusives Konzert zum Gothic-Urgestein Silke Bischoff wurde lang ersehnt. „Nicht als bloßes Revival, sondern als eine durchdachte, visuell wie musikalisch beeindruckende Hommage an das eigene Erbe. Denn Silke Bischoff war nie einfach nur eine Band. Sie war Mythos, Kult, emotionale Projektionsfläche für all jene, die sich in den melancholischen, düsteren Klangwelten von Songs wie On The Other Side oder Under Your Skin verloren haben. Axel Kretschmann scheint genau das getan zu haben. Und sein nun angekündigtes Projekt ist nichts weniger als ein gewaltiges Statement. Für das Wave-Gotik-Treffen 2025 hat Kretschmann eine beeindruckende Riege an Künstlern um sich geschart, die die Songs von Silke Bischoff auf eine völlig neue Art interpretieren werden. Namen wie Alexander Veljanov (Deine Lakaien) und Sven Friedrich (Solar Fake) stehen für eine musikalische Klasse, die den ikonischen Tracks eine ganz eigene Note verleihen wird.“ (Quelle https://www.facebook.com/Medienkonverter) Die legendären Songs von Axel Kretschmann und Felix Flaucher (1958-2017) wurden so authentisch interpretiert, dass man sich in diese Zeit zurückversetzt fühlte. Die Halle war kaum besser gefüllt, als zu diesem Event.
Davor begeisterten Xandria, die Deutsche Symphonic Metal Band, und Drab Majesty aus den USA mit einem mitreißenden Sound das Publikum. Ein weiterer Höhepunkt war der geniale Joachim Witt. Eine dynamische Show mit vielen Klassikern, aber auch Songs, die nicht so bekannt sind, stand auf dem Programm. Auch hier war die Halle sehr gut gefüllt. Es wurde getanzt und mitweilen textsicher mitgesungen.
Festivaltag 4 - MontagAuch der letzte WGT-Tag, der Pfingstmontag hatte noch viel zu bieten. Viele bekannte Bands und Headliner waren im Heidnischen Dorf und in der Agra-Halle zu erleben. Dort gab es einen Schaukampf der Wikinger und auch die Freunde der Marktmusik kamen auf ihre Kosten. Johanna Krins freute sich nach ihren durch ein Unwetter ausgefallenes Konzert mit Bannkreis im Jahre 2019 doch noch einmal live auf dem WGT spielen zu dürfen. Diesmal hatte sie ihre Band Delva dabei und verzauberte die Gäste vor der Bühne. Auszug Setliste: Friedhof der Bücher, Gestrandet, einen Sommer lang, Gebieter der Welt, Die Spur, Gelobtes Land, …
Die Spielleute von Vermaledeyt brachten die Fans vor der Bühne zum Tanzen. Viele Bekannte waren gekommen, um die Mittelalterrockband zu hören. Mit Rock und mittelalterlichen und klassischen Instrumenten entstand ein Sound der unmittelbar ins Herz ging. Sicher hat die Band durch diesen Auftritt in „HEIDO“ neuen Fans hinzugewonnen. Auszug Setliste: König der Narrenheit, Mirie it is, Schildmaid, Totus Floreo, Tri Martolod
Haggefugg brachten mit ihrem Mittelalterrock die Massen zum Tanzen. Auch im Heidnischen Dorf waren Letzte Instanz zu hören, diesmal leider zum allerletzten Mal, denn 2025 ist das Abschlussjahr einer 27-jährigen Bandgeschichte. Holly, Benni und die anderen begeisterten mit den Klassikern der Band, wie Wir sind eins, Maskenball, Todestag und Kalter Glanz. Auch Johanna Krins konnte man noch einmal auf der Bühne wiedersehen auf der Bühne im Duett mit Holly und Der Garten. Auswahl Setliste: Maskenball, Kalter Glanz, Der Garten, Wir sind eins, Von Anfang an, Todestag und als Zugaben Entzündet die Feuer.
Zeitgleich spielten in der Agra-Halle Ost+Front ihre Mischung aus Rock, NDH und Dunkelheit. Wie immer ist das Outfit der Band etwas für „dunkle“ Augen.
Sonja Kraushofer und Thomas Reiner brachte L’ame Immortelle auf die Bühne. Ein Feuerwerk der bekanntesten Songs brachten die Fans in Stimmung, so dass es kaum ein Halten gab.
Ebenso sorgten The 69 Eyes und Jyrki69 in der Fangemeinde für Stimmung. Neben vielen bekannten Songs durfte auch „Gothic Girl“ nicht fehlen, ein echter Klassiker der Band.
Anschließend brachten die deutschen Urgesteine des Synthiepop noch einmal die Halle zum Toben. Camouflage präsentierten ihre Welterfolge aus den 1980-er Jahren und auch Songs, die danach erschienen. Klassiker, wie The Great Commandment oder Love is a Shield, sind wie schon damals im Ohr geblieben.
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